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Mangroven - gefährdete Ökosysteme der Erde: Vortrag von Prof. Succow, Träger des Alternativen Nobelpreises, am Donnerstag in Stralsund

Mangroven sind hoch spezialisierte Lebensräume tropischer Küsten. Sie
wachsen in Salzwasser, dem Wechsel der Gezeiten ausgesetzt. Mangroven
halten Fluten ab, schaffen Lebensräume für hunderte Arten und werden
zunehmend wirtschaftlich ausgebeutet. Ihre Abholzung, u. a. für die
Zucht von Garnelen, hat verheerende Folgen. Prof. Michael Succow
berichtet am 29. November um 19 Uhr im Stralsunder Meeresmuseum über diese auch durch den Klimawandel bedrohten Wälder. Erst kürzlich weilte er auf einer internationalen Konferenz in Sri Lanka, wo sich mehr als 100 Experten aus zehn Ländern im Rahmen einer Post-Tsunami-Konferenz über den Erfolg der Renaturierung der Mangrovenwälder informierten. Unmittelbar nach der Tsunami-Katastrophe vom Dezember 2004 hatte der Global Nature Fund ein Mangrovenprojekt in Sri Lanka gestartet.

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26. November 2007 Mangroven - die gefährdeten Ökosysteme der Erde: Vortrag von Prof. Succow, Träger des Alternativen Nobelpreises,
am 29. November um 19 Uhr im Meeresmuseum in Stralsund

Stralsund an der Ostsee (ur). Wohin an den langen dunklen November-Abenden beim Urlaub an der Ostsee? So manch ein interessanter Vortrag lädt auch in dieser Jahreszeit zum Besuch ein und wenn man einen entspannten Urlaubstag hinter sich hat, kann man ihn wahrscheinlich sogar ganz besonders gut wahrnehmen. Auf einen sicher sehr interessanten Vortrag möchten wir Sie heute aufmerksam machen. Er führt Sie zu tropischen Küsten. Am 29. November um 19 Uhr spricht der Träger des Alternativen Nobelpreises, Prof. em. Dr. habil. Michael Succow von der Universität Greifswald, im Stralsunder Meeresmuseum über die Mangroven. Der Kartenvorverkauf hat heute am Infostand im Meeresmuseum begonnen. Mehr über diesen Vortrag erfahren Sie im nachfolgenden Ankündigungstext von Dipl.-Biol. Ines Podszuck, Deutsches Meeresmuseum (DMM):

Mangroven - die gefährdeten Ökosysteme der Erde

Mangroven sind hoch spezialisierte Lebensräume tropischer Küsten. Sie
wachsen in Salzwasser, dem Wechsel der Gezeiten ausgesetzt. Mangroven
halten Fluten ab, schaffen Lebensräume für hunderte Arten und werden
zunehmend wirtschaftlich ausgebeutet. Ihre Abholzung, u. a. für die
Zucht von Garnelen, hat verheerende Folgen.

Prof. em. Dr. habil. Michael Succow von der Universität Greifswald
berichtet am Donnerstag, dem 29. November 2007, um 19 Uhr im Stralsunder Meeresmuseum über diese auch durch den Klimawandel bedrohten Wälder zwischen Land und Meer. Für ihn sind die Mangroven-Lebensgemein-schaften ein wahres Wunder der Evolution. Mit Bildmaterial aus verschiedenen Teilen unserer Erde, der Veranschaulichung ihrer Funktion im Naturhaushalt, ihrer Lebensfülle und ihrem Nutzen für uns Menschen erwartet uns eine außergewöhnliche Weltreise entlang dieser besonders bedrohten Ökosysteme.

Der seit Oktober 2006 im aktiven Ruhestand befindliche Prof. Michael
Succow gilt im In- und Ausland als anerkannter botanischer Fach-wissenschaftler. Erst kürzlich weilte er auf einer internationalen
Konferenz in Sri Lanka, wo sich mehr als 100 Experten aus zehn Ländern
im Rahmen einer Post-Tsunami-Konferenz über den Erfolg der Renaturierung der Mangrovenwälder informierten. Unmittelbar nach der Tsunami-Katastrophe vom Dezember 2004 hatte der Global Nature Fund ein Mangrovenprojekt in Sri Lanka gestartet. Der Hintergrund: In Gebieten, in denen die Mangrovenwälder durch menschliche Aktivitäten bereits geschädigt waren, ist das Ausmaß der Zerstörung durch die Flutwellen besonders stark. Intakte Mangrovenwälder mit ihren weitläufigen Wurzelsystemen bilden dagegen eine wirksame Barriere gegen die Flutwellen. Sie sind auch in der Lage, Schlick und Sediment zurück zuhalten. Mangrovenforste bilden deshalb im Fall eines Tsunamis eine Art Lebensversicherung für die Küsten.

Als Universitätsprofessor auf dem Lehrstuhl für Geobotanik und Landschaftsökologie war Prof. Succow von 1992 bis 2006 auch Direktor des Botanischen Instituts und des Botanischen Gartens der Universität Greifswald. Ab 1996 erfolgte der Aufbau eines eigenen Studienganges Landschafts- ökologie und Naturschutz mit internationaler und interdisziplinärer Ausrichtung. Schwerpunkte waren die moorkundliche sowie landschafts- ökologisch-naturschutzorientierte Forschungstätigkeit im In- und Ausland.

Ab 1990 wurden weltweit Naturschutzgroßprojekte in der Mongolei und China bzw. UNESCO-Weltnaturerbe-Gebiete in Kamtschatka, im Lena-Delta und in Karelien, Biosphärenreservate der UNESCO in Kirgisistan, Kasachstan und Usbekistan sowie Nationalparke in der Mongolei, in Georgien, in Rußland und Weiß-Rußland initiiert. 1997 erhielt Prof. Succow den Alternativen Nobelpreis der Right Livelihood Award Foundation in Stockholm. Das Preisgeld bildete den finanziellen Grundstock der Michael Succow Stiftung zum Schutz der Natur.

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