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Ostsee-News: Chronik der News und Infos von kreidefelsen.de "Zeit für Rügen Ausgewählte Luftbilder von den Inseln Rügen, Vilm, Hiddensee und weiteren Inseln des Rügen-Archipels Baltikum
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Kein H5N1, keine Vogelgrippe, keine Geflügelpest auf Rügen und dennoch keine Martinsgänse mehr auf vielen grünen Wiesen und Weiden Es gibt schon lange auf Rügen keinen einzigen nachgewiesenen Fall von Vogelgrippe. Das Fehlen der Vogelgrippe bzw. alternativ auch H5N1 oder Geflügelpest genannt unterscheidet Deutschlands größte Insel von so manch einer anderen Region weiter südlich in Deutschland. Dennoch herrscht in vielen Teilen der Insel Rügen eine sogenannte Aufstallungspflicht für das Geflügel. Daher sind auch in Mursewiek in der Gemeinde Ummanz die vielen Gänse und Enten des Bauernhofes Kliewe nicht mehr auf den Wiesen zu sehen. Die Martinsgänse sind im Stall bzw. unter einer von den Behörden alternativ vorgeschriebenen Überdachung, die Weihnachtsgänse ebenso. Damit ist etwas Prägendes im Landschaftsbild verschwunden. Doch die Kliewes nehmen das nicht widerstandslos hin. Wenn Sie mehr dazu erfahren möchten, dann lesen Sie die ausführliche News unterhalb der google-Anzeige. www.kreidefelsen.de Informationsnetz Ostseeküste 5. November 2007 Martinsgans nicht mehr auf der Wiese Rügen (ur). Es war einmal, da konnte man auf der Insel Rügen um diese Zeit noch viele Gänse draußen auf grünen Wiesen sehen, besonders viele davon rechts an der Straße bei der Fahrt durch Mursewiek zur Insel Ummanz. Dort ist der Bauernhof Kliewe beheimatet, der besonders viele Gänse und Enten auf Rügen in Freilandhaltung hatte und hat. Aber das Wassergeflügel darf nach behördlichem Druck jetzt nicht mehr im Freien sein. So fehlen die Martinsgänse schon heute auf der grünen Wiese und die Weihnachtsgänse haben noch eine Stallpflichtzeit vor sich. Den Kliewes wurde Zwangsgeld angedroht, falls sie das Verbot der Freilandhaltung nicht bis zum 15. Oktober 2007 um 6 Uhr befolgen. Ihr Versuch eine Ausnahmegenehmigung von der allgemeinen Stallpflicht zu erhalten scheiterte. Zu dem diesbezüglich harten Behördenkurs teilte heute das Landratsamt Rügen u.a. mit: "Der Landkreis Rügen genehmigte ab Oktober für Teile Westrügens sowie die Halbinsel Zudar und Umgebung keine Ausnahmen mehr von der laut Geflügelpestverordnung grundsätzlich bestehenden Aufstallungspflicht für Hausgeflügel. Zwei Geflügelhalter hatten hiergegen einen Antrag auf gerichtliche Entscheidung bei dem zuständigen Verwaltungsgericht gestellt und sich gegen die Festlegung dieser Aufstallungsgebiete und gegen die zugrundeliegende Risikobewertung des Landkreises Rügen gewandt. Mit seinen Entscheidungen vom 17. und 30. Oktober 2007 erklärte das Verwaltungsgericht Greifswald die Festlegung dieser Gebiete durch den Landkreis Rügen für rechtmäßig." Zu den beiden genannten Geflügelhaltern gehört Holger Kliewe. Zuvor sah er sich nach der Androhung von Zwangsgeld veranlasst, seine Gänse und Enten von den Wiesen zu holen. Dass sie dort länger als eigentlich behördlich erlaubt waren, hat ihre Freilandqualität näher an Weihnachten heran gerettet. So kann man noch etwas länger die Freilandqualität im Restaurant auf dem Hof in Mursewiek genießen. Für die Freilandhaltung seiner Gänse und Enten will Kliewe auch nach dem Scheitern seiner Klage vor dem Verwaltungsgericht weiter kämpfen. Er ist dabei offensichtlich in die Rolle des Bauernopfers geraten, zu dem das Landratsamt in getreuer Erfüllung von Auflagen aus Schwerin bereit ist. Für Kliewe steht indes fest: Eine unbefristete Freilandgenehmigung ist für ganz Rügen notwendig, die nur durch einen wirklichen Seuchenfall unterbrochen wird und nicht durch den alljährlichen Vogelzug. Dabei verweist er darauf, dass in diesem Jahr alle H5N1-Ausbrüche fernab von Rügen geschehen sind. Bundestagsabgeordnete Undine Kurth, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN erinnerte am Freitag in Mursewiek zudem daran, dass nahezu alle Ausbrüche der Vogelgrippe in intensiven Stallhaltungen geschehen sind. Die Stallpflicht suggeriere aber, dass vor allem Freilandbestände von der Vogelgrippe bedroht sind. Dabei habe inzwischen u.a. die Welternährungsorgansiation (FAO) erkannt, dass bei der Verbreitung der Vogelgrippe Massentierhaltungen und Handel eine bedeutendere Rolle als die Freilandhaltung spielen. News von der Ostsee und der
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