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Kormorane in Mecklenburg-Vorpommern, Auseinandersetzungen: Naturschutzverbände kritisieren Minister Dr. Till Backhaus. Sie werfen Ostsee-News vom 25. Januar 2010 (ur). Kaum ein Vogel löst im Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern so heftig kontroverse Diskussionen aus wie der Kormoran, mit wissenschaftlichen Namen "Phalacrocorax carbo" genannt. Mehrfach haben wir darüber in den vergangenen Jahren in unseren News berichtet. Mir sind auch keine Urlauber bekannt, die als Angler begeistert sind, wenn sie ausgerechnet Kormorane in ihrer Nähe sehen. Heute erhielt der Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz von Mecklenburg-Vorpommern, Dr. Till Backhaus (SPD), angesichts seines Auftretens im Zusammenhang mit Kormoranen von drei Naturschutzverbänden die Absage ihrer Teilnahme an einem turnusmäßig geplanten Gespräch. Mehr dazu weiter unten auf dieser Seite in den ausführlichen News für den Urlaub an der Ostsee. Infos zum Angeln in der Ostsee hier: Angeln in den Gewässern www.kreidefelsen.de Informationsnetz Ostseeküste 25. Januar 2010 Kormorane in Mecklenburg-Vorpommern, Auseinandersetzungen: Naturschutzverbände werfen Minister Dr. Till Backhaus "ein Einknicken vor der Angler- und Fischereilobby" vor. Ostsee / Mecklenburg-Vorpommern (ur): Der vom Landesbund für Vogelschutz in Bayern und dem NABU zum „Vogel des Jahres 2010“ gewählte Kormoran (siehe News vom 9. Oktober 2009: Kormoran) könnte in Mecklenburg-Vorpommern zum „Zankapfel des Jahres“ zwischen dem Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Dr. Till Backhaus (SPD) und den Naturschutzverbänden NABU MV (Naturschutzbund Deutschland MV), BUND MV (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland MV) und OAMV (Ornithologischen Arbeitsgemeinschaft Mecklenburg-Vorpommern e.V.) werden. „Der Kormoran bleibt ein geschützter Vogel“, betonten heute die drei Naturschutzverbände bei der Absage eines turnusmäßig geplanten Gespräches mit Minister Backhaus. Dabei machten sie deutlich, dass sie über Äußerungen und Verhaltensweisen von Minister Dr. Till Backhaus beim Umgang mit dem Thema Kormoran verärgert sind. Wörtlich heißt es in einer gemeinsam von Stefan Schwill (Vorsitzender NABU-MV), Professor Dr. Mathias Grünwald (Vorsitzender BUND-MV) und Dr. Klaus-Dieter Feige (Vorsitzender OAMV) unterzeichneten Erklärung: Die Naturschutzverbände NABU, BUND und OAMV halten die Äußerungen de Landwirtschafts- und Umweltministers Backhaus auf der Grünen Woche in Berlin und während eines parlamentarischen Abends in Schwerin für Wortbruch im bisherigen Dialog mit den Naturschutzverbänden. Mit seinen Äußerungen zur Bestandsreduktion und zur Bekämpfung einer europaweit geschützten Vogelart stellt sich Minister Backhaus sowohl gegen die eigene Kormoran-Verordnung als auch gegen den Sachverstand der Experten in seinem Ministerium. Die von ihm geplanten Eingriffe in 9 der 14 bestehenden Kormorankolonien in Mecklenburg-Vorpommern sind zudem in Naturschutzgebieten unzulässig und bedürfen einer Anhörung der Naturschutzverbände. Die Verbände sehen in den Absichten des Ministers ein Einknicken vor der Angler- und Fischereilobby. Dabei ist es die Naturausbeutung, die für die Bestandsrückgänge verantwortlich ist. Angler und Fischer entnehmen im Vergleich mit dem Kormoran ein Vielfaches aus den hiesigen Fischbeständen. Die inzwischen stagnierende Bestandsentwicklung des Kormorans in Mecklenburg-Vorpommern ist lediglich ein Spiegelbild der Produktionsweise in der Land- und Fischereiwirtschaft. Mit seiner einseitigen Parteinahme hat Minister Backhaus den beginnenden Verständigungsprozess in dieser naturschutzfachlichen Frage unterlaufen. Unter dieser Voraussetzung machen auch Verbändetreffen im Umweltministerium wenig Sinn. Die betroffenen Naturschutzverbände erwarten ein direktes klärendes Gespräch mit der Führung des Landwirtschafts- und Umweltministeriums. Viele Mitglieder der Naturschutzverbände erfassen seit Jahrzehnten kostenlos oder für geringste Aufwandsentschädigungen auch für die Verwaltungen in Mecklenburg-Vorpommern Daten über den Naturzustand in unserem Bundesland. Diese werden auch vom Umweltminister für die Erfüllung der Berichtspflichten Mecklenburg-Vorpommerns auf nationaler und europäischer Ebene benötigt. Minister Backhaus bedauerte diese Gesprächsabsage und sagte: „Ich hätte die Gelegenheit gern genutzt, die Unstimmigkeiten im Zusammenhang mit Äußerungen zum Eingriff in Kormoranpopulationen auszuräumen“. Der Minister lud die Umwelt- und Naturschutzverbände deshalb zu einem Gespräch am 29. Januar 2010 ein. News von der Ostsee und der
Ostseeküste News History / Rückblick auf einige der News von 18. Juni 2007 Kormoran-Problem in Mecklenburg-Vorpommern. "Nach wie vor befindet sich die Kormoranpopulation in Mecklenburg-Vorpommern auf hohem Niveau“, erklärte dazu Minister Dr. Till Backhaus (SPD). „Der Brutbestand in Mecklenburg-Vorpommern beläuft sich auf etwa 12000 Paare. Hinzu kommt ein auf 5250 Tiere geschätzter Rastbestand im Binnenland.“ Wer im Rahmen der Kormoran-Landesverordnung gegen Kormorane tätig wird, der sollte sich natürlich diese Verordnung vollständig anschauen. Nachfolgend der exakte Titel mit Quellenangabe: Landesverordnung zur Abwendung erheblicher fischereiwirtschaftlicher Schäden durch Kormorane und zur Übertragung der Ermächtigung nach § 43 Abs. 8 Satz 4 des Bundesnaturschutzgesetzes – KormLVO – vom 12. Juli 2007, GVOBl. M-V 2007, Nr. 12, S. 258 4. November2008 Angesichts der Probleme mit den Kormoranen wurde ein gesamteuropäischer Kormoranmanagementplan vorgeschlagen „Da der Kormoran im gesamten West- und Mitteleuropa verbreitet ist, würde ein gesamteuropäischer Kormoranmanagementplan eine essentielle Grundvoraussetzung für eine Steuerung des Bestandes darstellen“ sagte der Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Dr. Till Backhaus anlässlich der Konferenz „Kormorane im Spannungsfeld von Fischerei und Artenschutz – Regionale oder europäische Lösungen?“ in Brüssel (Belgien) 9. Oktober 2009 Der NABU und der Landesbund für Vogelschutz in Infos zum Angeln in der Ostsee hier: Angeln in den Gewässern
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