Polen: Segler aus Deutschland in der Ostsee gerettet. Zusammenfassung der News auf dieser Seite:Segler aus Deutschland, der im Ostseerevier vor Misdroy, 35 Kilometer nordöstlich Swinoujscie, außenbords gestürzt war, wurde von Seenotrettern aus Polen geborgen. Beim Segel-Urlaub in der Ostsee die ohnmachtsichere Rettungsweste anlegen.
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© Fotos und Texte: Kreidefelsen GbR, Redaktion: Wolfgang Urban (ur)
17. August 2007 Gelungene Seenotrettung vor der Küste von Polen
Polen: Misdroy, Swinoujscie (ur). In dieser Woche kam es zu einer deutsch-polnischen Rettungsaktion, die in mehrfacher Hinsicht aufschlußreich ist. Erstens kündet sie davon, dass die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Polen auf dem äußerst wichtigen Gebiet der Seenotrettung funktioniert. Das dürfte all jene beonders freuen, die in ihrem Urlaub auch gerne in Polen segeln. Zweitens sollte die Geschichte jene Segler nachdenklich stimmen, die noch keine ohnmachtsichere Rettungsweste haben. Nachfolgend also jetzt die Mitteilung der DGzRS über die Rettung eines deutschen Seglers in Polen:
"Ein mustergültiges Beispiel internationaler Zusammenarbeit haben in der Nacht vom Mittwoch auf den Donnerstag der polnische Seenotrettungsdienst (Polskie Ratownictwo Okrætowe) und die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS), Bremen, praktiziert. Ein deutscher Segler, der im Ostseerevier vor Misdroy, 35 Kilometer nordöstlich Swinoujscie, außenbords gestürzt war, wurde heute früh um 01.35 Uhr von polnischen Seenotrettern aus der 19 Grad kalten Ostsee geborgen. Zum Überleben hat mit Sicherheit auch beigetragen, dass er eine ohnmachtsichere Rettungsweste trug, nachdem er vom Mastbaum bei einem Wendemanöver am Kopf getroffen worden war. Diese Rettungswesten bringen einen Schiffbrüchigen automatisch in die Rückenlage und halten den Kopf über der Wasseroberfläche. Kurz vor Mitternacht erreichte die SEENOTLEITUNG BREMEN ein Anruf der Polizeistation Anklam (Mecklenburg-Vorpommern). Eine Angehörige hatte gemeldet, ihr Bekannter Stefan R. (42) hätte sie von Bord der 10-m-Segelyacht Marianne per Mobiltelefon angerufen. Der Skipper Marko W. (35) sei außenbords gestürzt und in kürzester Zeit in die offene Ostsee vertrieben. Die Frau informierte umgehend die Polizei in Anklam, die den Alarm an die SEENOTLEITUNG BREMEN weiterleitete. Auf Grund der seit Jahrzehnten erprobten Zusammenarbeit mit dem polnischen Seenotrettungsdienst gelang es, in kurzer Zeit einen polnischen Seenotkreuzer und einen Hubschrauber in das Suchgebiet zu entsenden. Um 01.35 Uhr meldete MRCC Swinoujscie den Bremer Seenotrettern, dass der Vermisste geborgen sei und an Bord des Seenotkreuzers R28 versorgt würde. Sein mitreisender Segelfreund war zuvor aufgenommen worden. Das Segelboot wurde eingeschleppt."
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