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Ostsee-News: Chronik der News und Infos von kreidefelsen.de "Zeit für Rügen Ausgewählte Luftbilder von den Inseln Rügen, Vilm, Hiddensee und weiteren Inseln des Rügen-Archipels Baltikum
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Schmetterlinge: Großer Schillerfalter ist Schmetterling des Jahres 2011 Ostsee-News (ur): Der BUND hat den Großen Schillerfalter zum Schmetterling des Jahres 2011 gekürt und dabei mitgeteilt, dass der bedrohte Falter naturnahe Wälder und unverbaute Waldwege braucht. Davon gibt es in Mecklenburg-Vorpommern im Deutschland-Vergleich besonders viele. Wenn Sie hier zum Urlaub weilen, dann entdecken Sie vielleicht auch den Großen Schillerfalter. Mehr über ihn erfahren Sie weiter unten auf dieser Seite. www.kreidefelsen.de Informationsnetz Ostseeküste 14. Dezember 2010 Großer Schillerfalter ist Schmetterling des Jahres 2011 Ostsee-News (ur): Der BUND teilte uns zur Wahl des Großen Schillerfalter zum Schmetterling des Jahres 2011mit: Die Naturschutzstiftung des nordrhein-westfälischen BUND-Landesverbandes und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) haben den Großen Schillerfalter (Apatura iris) zum Schmetterling des Jahres 2011 gekürt. Der Große Schillerfalter sei einer der größten und schönsten Tagfalter in Deutschland, zugleich jedoch auch ein Beispiel für die Bedrohung der Arten und ihrer Lebensräume, begründete die Jury ihre Entscheidung. Der immer seltener werdende Schmetterling ist auf naturnahe Mischwälder angewiesen, in denen die Sal-Weide wächst. Die Weide dient ihm zur Eiablage sowie als Futterpflanze für die Schmetterlingsraupen. In Forsten, die einseitig mit Fichten oder Kiefern bepflanzt sind, kann der Schmetterling nicht überleben. Arndt Müller, Naturschutzexperte des BUND Landesverbandes Mecklenburg-Vorpommern: „Der Große Schillerfalter leidet auch in Mecklenburg-Vorpommern unter der intensiven Forstwirtschaft. Sein Bestand geht zurück, weil junge Weidenbüsche häufig von Förstern entfernt werden. Zudem nutzt er in unseren Kulturlandschaften gern unverbaute morgenfeuchte Waldwege, um am Boden Flüssigkeit aufzunehmen. Durch die zunehmende Asphaltierung dieser Wege verliert er einen Teil seines Lebensraums. Inzwischen ist die Art in Mecklenburg-Vorpommern auf der Roten Liste der gefährdeten Tagfalter als 'gefährdet' verbucht." Mit dem Großen Schillerfalter, so der BUND, werde deutlich, wie eng unsere heutige Form der Waldnutzung mit dem Niedergang bestimmter Arten verknüpft ist. Arndt Müller vom BUND: "Gerade in diesen Tagen wird in Mecklenburg-Vorpommern ein neues Waldgesetz diskutiert, mit dem der notwendige Wechsel von der intensiven Forst- zu einer naturnahen Waldwirtschaft wieder einmal nicht vollzogen wird. Die politisch Verantwortlichen in unserem Bundesland müssen sich endlich klar machen, dass es nicht reicht, über Artenvielfalt zu reden, sondern dass auch konkrete, wirksame und überprüfbare Schritte umgesetzt werden müssen. Waldnutzung mit ökonomischem Nutzen und Naturschutz müssen kein Gegensatz sein. Wir fordern eine naturnahen Waldwirtschaft, die auch den natürlichen Waldarten, wie dem Großen Schillerfalter, das Überleben sichert." Mit über sieben Zentimetern Flügelspannweite bei den Weibchen gehört der Große Schillerfalter zu den größten Schmetterlingen Europas. Die blau schillernden Flügel der Männchen, nach denen der Schmetterling benannt ist, sind auf winzige Luftkammern in den Flügelschuppen zurückzuführen. Die weiblichen Schmetterlinge haben eine dunkelbraune Färbung. Charakteristisch sind bei Weibchen und Männchen weiße Flecken auf den vorderen Flügeln sowie eine weiße Binde und ein kleiner Augenfleck auf den hinteren Flügeln. Der Große Schillerfalter gehört zu den wenigen Schmetterlingen, die sich nicht von Blütennektar ernähren, sondern von tierischen Produkten wie Exkrementen und Aas. Die meiste Zeit hält sich der Falter in Baumwipfeln auf. Am späten Vormittag fliegt er hinab, um an feuchtkühlen Waldrändern, auf Lichtungen oder Waldwegen Wasser und Nahrung aufzunehmen. Der Große Schillerfalter hat einen ausgeprägten Geruchssinn. Zur Beobachtung kann er durch stark riechenden Käse angelockt werden. Im Sommer finden sich Männchen und Weibchen zur Paarung in den Wipfeln markanter Eichen oder Buchen, die den Wald überragen. Das Weibchen legt seine Eier einzeln an die Blätter von niedrigen Sal-Weiden ab. Sind die Raupen geschlüpft, klettern diese an die Spitze der Blattoberseite. Von dort fressen sie das Blatt beidseitig ab und lassen nur die mittlere Blattader unversehrt. Die mit ihrer bräunlichen Färbung gut getarnten Raupen überwintern nahezu ungeschützt an den Spitzen der Weidenzweige. Im Mai verpuppen sich die Raupen, nur wenig später, Ende Mai, schlüpfen die Schmetterlinge. Sie fliegen bis Ende Juni, in kühleren Regionen auch länger. Der Große Schillerfalter ist in weiten Teilen Mittel- und Osteuropas sowie Asiens zu hause. In Deutschland steht der Schillerfalter auf der Vorwarnliste der gefährdeten Schmetterlingsarten. Seit 2003 wird der "Schmetterling des Jahres" von der Stiftung des nordrhein-westfälischen Landesverbandes des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) gekürt, um auf die Artenvielfalt und ihre Bedrohung aufmerksam zu machen. Auch die Kampagne "Abenteuer Faltertage" des BUND, die seit 2005 jährlich durchgeführt wird, dient dem Schutz der Schmetterlinge. Dabei werden unter Mithilfe der Bevölkerung leicht erkennbare Schmetterlingsarten gezählt. Ein Foto mit dem Schmetterling des Jahres 2011 befand sich zumindest noch beim Redaktionsschluss dieser News auf der folgenden Internetseite des BUND: Großer Schillerfalter News von der Ostsee und der
Ostseeküste News-Chronik und Link zur tagesaktuellen News hier: News für den Urlaub |
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