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Mit dem Niedergang und dem Zerfall der Hanse im 16. Jahrhundert verlor Stralsund seinen wirtschaftlichen und politischen Einfluß. 1628 hielt Stralsund dank der Unterstützung durch Schweden der Belagerung durch die kaiserlichen Truppen Wallensteins stand. Mit dem Westfälischen Frieden von 1648 fiel Vorpommern und damit auch Stralsund an Schweden. Bevor Stralsund 1815 in der Provinz Pommern zu Preußen kam, hat die Stadt am Sund verschiedenen Belagerungen durch die Franzosen standzuhalten. 1863 erfolgt der Anschluß Stralsunds an die Eisenbahnlinie Berlin-Pasewalk-Greifswald. Dadurch entsteht die Trajektverbindung nach Rügen und die Anbindung an Schweden. Die Gründerjahre um 1870 lassen auch in Stralsund verschiedensten klein- und mittelständische Unternehmen entstehen wie Fischverarbeitung, Brauerei, Werkzeug- und Maschinenfabriken, sowie ein Gas- und Elektrizitätswerk. Mit der Fertigstellung des Rügendammes 1936 konnte die Verbindung nach Rügen und Schweden entscheidend verbessert werden. Am 6. Oktober 1944 wurde ein Teil der Altstadt bei einem Bombenangriff schwer in Mitleidenschaft gezogen. Dabei kamen rund 700 Menschen ums Leben. Weitere Zerstörungen konnten durch die kampflose Übergabe der Stadt am 1. Mai 1945 vermieden werden. Ab 1948 entwickelte sich die Volkswerft Stralsund zum großten Betrieb der Stadt mit bis zu 8.000 Arbeitskräften. Gebaut wurden dort bisher mehr als 1.500 Fischereifahrzeuge, Hauptauftraggeber war bis zur Wende die Sowjetunion. Mit dem Jahr 1990 brachen auch in Stralsund tausende Arbeitsplätze weg, dabei rund 6.000 allein bei der Werft. Zielstrebig verfolgt die Stadt gegenwärtig das Ziel der Wandlung vom Industrie- zum Verwaltungsstandort. Zu nennen sind dabei zum Beispiel die BfA (2.000 Arbeitsplätze), die Marinetechnikschule (2.600) sowie weitere Einrichtungen und Betriebe, die neue Arbeitsplätze schaffen wie die neue Fachhochschule mit rund 2.000 Studenten. Ein besonderes Augenmerk hat die Stadt auf der Denkmalpflege. Allein in der Altstadt stehen über 500 Häuser unter Denkmalschutz. Jedoch wird auch der Tourismus zielstrebig entwickelt, der zu einem immer bedeutenderen Wirtschaftsfaktor in dieser Stadt aufholt. Zu den überregionalen Anziehungspunkten gehören unbestritten das Meeresmuseum, das Kulturhistorische Museum mit dem berühmten Hiddenseer Goldschmuck, das Stadtarchiv sowie die drei möchtigen Kirchen, welche die Silhouette Stralsunds dominieren.
Text: Hansestadt Stralsund
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