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Hansestadt GreifswaldAm 14.Mai jährt sich jedes Jahr der Tag, an dem Pommernherzog Wartislaw III. Anno 1250 eine Urkunde siegelte. Darin verlieh er " seinen geliebten Bûgern in Greifswald alles Recht und alle Freiheit, die die Stadt Lübeck, wie man weiß, besitzt. Sie sollen sich dieses Rechtes selbst und derselben Freiheit für immer erfreuen".
Aus der gleichen Zeit datieren die ersten nachweisbaren Grundmauern des historischen Rathaus, dessen Arkaden sich zum Markt hin öffnen.Im fast rechtwinkligen Straßennetz bildet der Markt das Zentrum der aus einem Handelsplatz entstandenen Küstenstadt. Seehandel bestimmte die Geschichte Greifswalds über Jahrhunderte hinweg. Als Mitglied der Hanse erlebte die Stadt ihre Blütezeit im 13. bis 16. Jahrhundert. Sichtbare Spuren der Hansezeit finden sich in der Architektur. Das Rathaus als Ort bügerlicher Selbstverwaltung dominiert den Marktplatz. Seit seiner ersten urkundlicher Erwähnung als "Kophus" (Kaufhaus) 1369 dient es in ungebrochener Tradition als Sitz der Greifswalder Bürgermeister und Bürgerschaft. Zahlreiche Bürgerhäuser umrahmen das Herzstück der Innenstadt. Glasierte Formsteine,Blenden und feingliedrigeres Maßwerk schmücken ihre Backsteingiebel. Sie bezeugen die erstaunliche wirtschaftliche und Künstlerische Gestaltungskraft der Hansezeit. Das die historischen Gebäude wieder in altem Glanz erstrahlen, ermöglichten Stadtbaufördermittel. Nach der 1999 abgeschlossenen Sanierung ist der Greifswalder Markt " wieder einer der schönsten Plätze in Norddeutschland" ( FAZ 4. September 1999 ) Drei mittelalterliche Stadtkirchen Bestimmen die Silhouette der Stadt. Zu sehen ist der Dom ST.Nikolai und die im Volksmund " Dicke Marie" genannte Marienkirche. Caspar David Friedrich, 1774 in Greifswald geboren, hielt sie in seinen Gemälden fest. Noch heute, rund 200 Jahre später, kann der Besucher die Sicht des romantischen Malers auf die Stadt nachempfinden.
Caspar David Friedrichs 225 Geburtstag am 5. September 1999 bildete den Auftakt für ein Jubiläumsjahr, das mit der Festwoche im Mai 2000 seinen vorläufigen Höhepunkt findet. Dann wird mit einem Festakt im Dom St.Nikolai der Verleihung des Lübischen Rechts vor 750 jahren gedacht. Ein mittelalterlicher Handwerkermarkt erinnert an die hanseatische Vergangenheit Greifswals. Im historischen Festumzug werden Szenen aus der Stadtgeschichte an authentischen Schauplätzen Lebendig. Die Festwoche mûndet in ein Multi -Media-Finale auf dem Marktplatz, wo sich die Giebelhäuser in Projektionsflächen für eine moderne Inerpretation von Geschichte verwandeln werden. Einer der Höhepunkte des Jubiläumsjahres ist die Eröffnung der Gemäldegalerie des Pommerschen Landesmuseums. Die Sammlung der Stiftung Pommern wird im neuen Domizil mit Beständen des Museums der Hansestadt Greifswald und Kunstwerken aus der Ernst-Moritz-Arndt-Universität vereint.
Die Greifswalder Universität, 1456 gegündet, durchlebte - wie die Stadt- im Laufe ihrer Geschichte manche Höhen und Tiefen. Mehr als 6600 Studenten studieren heute hier ein Spektrum von ungefähr 80 Fächern. Sie verleihen der 750- jährigen ihr unverwechselbares jugendliche Flair. Mit seiner reizvollen Mischung aus Geschichte und moderner Wissen-schaft, hanseatischer architektur und Kûstenlandschaft, Kunst und Kultur wird Greifswald auch über das Festjahr hinaus viele Gäste,Touristen und Studierende aus nah und fern in seine Mauern ziehen. Text: Hansestadt Greifswald |
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