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Rügen
gehörte nach dem 2. Weltkrieg zum Land Mecklenburg-Vorpommern...
Das Land... verschwand am Anfang der 50er Jahre mit der Bildung der
Nordbezirke der DDR.
Rügen zählte fortan zum Bezirk Rostock.
Im Jahr 1953 wollte der Rat des Bezirkes Rostock das Putbusser Schloss ohne grössere bauliche Veränderungen in einen "Pionierpalast des Kreises Rügen und der Stadt Putbus" verwandeln. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich ein Kindergarten und andere Nutzer in dem schon stark beschädigten Schloss. Der am 4. März 1953 für die Renovierung und die Winterfestmachung unterbreitete Kostenvoranschlag sah Gesamtinvestitionen in Höhe von 700.000 Mark vor.
Als Projekt Nr. 16 gelangte das Palast-Vorhaben schliesslich auf die Planungsliste der Abteilung Volksbildung im Rat des Bezirkes Rostock. Angesichts der Finanzierungsmöglichkeiten wurde das Projekt vollkommen unrealistisch, als ein anschliessend angefertigtes Denkmalpflegegutachten aufdringliche Zutaten zum ursprünglichen Schlossbau entfernen" wollte. In diesem Gutachten vom 5. August 1953 ist zu lesen:
"... Das Schloss ist ein komplizierter Bau aus mehreren Epochen, der zuletzt 1865 ausbrannte und unmittelbar darauf in einer aufwendigen Weise erneuert wurde, wobei ein grosser Teil der Künstlerischen Werte leider schwer beeinträchtigt wurde... Die Instandsetzung des Gebäudes als Kunstwerk würde zur Voraussetzung haben, dass bedeutende Veränderungen vorgenommen werden müssen, um die aufdringlichen Zutaten aus dem vorigen Jahrhundert möglichst wieder zu entfernen."

Damit wurde begonnen. So zeigt das Foto aus dem Jahr 1957, dass der Mittelteil zum Zweck der Umgestaltung nach denkmalpflegerischen Gesichtspunkten teilweise abgerissen wurde, während auf der linkenSeite des Schlosses bereits mit der eigentlichen Restaurierung begonnen worden war. Die angefangenen Arbeiten kamen allerdings zum Stillstand.
Im Jahr 1957 fiel dann die endgültige Entscheidung, das Schloss aufzugeben. Aber der eigentliche Abriss des Schlosses zog sich hinaus... Der rechte Flügel des Schlosses wurde im Jahr 1960 gesprengt ...
Anschliessend gab es Vorschläge des Denkmalpflegers Dr. Ohle, wie der bereits von aussen restaurierte linke Flügel des Schlosses "aus volkswirtschaftlichen Gründen gerettet werden könnte". Aber der Rat des Bezirkes Rostock blieb bei seiner Abrisslinie...
Am 31. März und 6. April 1962 wurden schliesslich die nächsten Sprengungen vorgenommen. Besonders hartnäckige Reste sprengte man erst 1964. Nach den notwendigen Enttrümmerungsarbeiten sollte Gras über alles wachsen. Bald erinnerte nur noch die Steinmauer, die sich am Schwanenteich bis zur Höhe des Rasens erhebt, an das einstige Schloss...
Robben im Putbuser Schlossteich
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