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Zentrale Lage
Bergen liegt im Zentrum von Rügen.
Sie hätten sich hier einquartiert, sagten mir einmal ältere
Urlauber, weil sie nicht mehr mit dem Auto fahren, sondern mit dem Zug
nach Rügen kamen und wußten, daß man von Bergen mit dem
Bus in alle Himmelsrichtungen auf der Insel gelangen könne.
Das ist sicher eine kluge Entscheidung für all jene, die ganz Rügen
von einem zentralen Ort aus erkunden wollen.
Entsprechende übernachtungsmöglichkeiten sind in Bergen von
Hotels über Pensionen bis hin zu Ferienwohnungen vorhanden. Die Stadt
selbst hat nur rund 16.000 Einwohner und liegt mit ihrer Wohnbebauung
natürlich an einem Berg.
Rugard mit Arndt-Turm
Wenn man auf dem Bergener Bahnhof ankommt oder
von den Umgehungsstraßen aus Richtung Stralsund, Sassnitz, Binz
oder Putbus dann steigt der Weg in Richtung Marktplatz stets an. Dort
gibt es auch einen Parkplatz. Wenn man von hier noch ein Stückchen
weiter den Berg hinauf in Richtung Ernst-Moritz-Arndt-Turm führt,
dann kommt kurz davor erneut ein Parkplatz.
Mit einem kleinen Spaziergang kannst Du dann in den Wald des Rugards mit
dem Arndt-Turm gelangen. Von dessen Höhe hast Du bei entsprechendem
Wetter einen herrlichen Rundblick über die Insel Rügen. Als
im Jahr 1876 das Richtfest für den Turm gefeiert wurde, war der Berg,
auf dem er sich befindet, noch frei von Wald. über hundert Jahre
später mußten Baumkronen gekappt werden, um die freie Sicht
von der Aussichtsplattform des rund 27 Meter hohen Arndt-Turmes
wieder herzustellen.
Mehr zu Ernst Moritz Arndt erfährst Du auf unserer Seite über
seinen Geburtsort Groß Schoritz. In Bergen trägt übrigens
auch eines der Gymnasien und die Feuerwehr seinen Namen. Naturpfad und
Tennisanlagen Wenn Du am Arndt-Turm bist, dann lohnt es sich auch, den
Rugard auf einem dort angelegten Naturlehrpfad zu durchstreifen. Nicht
nur natûrliche Schönheit kann man in dieser Gegend entdecken, sondern
auch die auf einer terassenartigen Anlage des Rugards künstlich geschaffenen
Plätze des Bergener Tennisvereins. Die fünf turnierfähigen
Plätze wurden im Jahr 1998 rekonstruiert.
Markt
Bei einem Kurzbesuch in Bergen ist es empfehlenswert,
das Auto auf dem Parkplatz am Markt abzustellen. Von hier kann man die
Sehenswürdigkeiten der Kleinstadt recht schnell erreichen.
Zu deren Außergewöhnlichen und jenseits von Rügen kaum
bekannten Attraktionen gehörte die relativ kleine Galerie im ehemaligen
Kreiskulturhaus von Bergen.
Hier wurden Dank des großen persönlichen Engagements des inzwischen
verstorbenen Dr. Hans Marquardt, einst Vorstandsmitglied der Kulturstiftung
Rügen, und des Malers Hans-Dieter Bartel sowie des Landkreises
Rügen in den vergangenen Jahren hervorragende Ausstellungen
durchgeführt.
Leider endete Lebenszeit dieser kreiseigenen Galerie im Jahr 2000.
Während das einstige Kulturhaus unmittelbar
am Markt liegt, musst Du einen kleinen Spaziergang von hier unternehmen,
um zur sehenswerten Bergener Marienkirche zu gelangen. Unübersehbar
überragt sie die umliegenden Gebäude, so daß sie leicht
zu finden ist. Mit dem Bau der Kirche wurde um 1180 begonnen. Offensichtlich
konnte der Rügenfürst Jaromar I. dann jedoch seine ursprünglichen,
auf eine Repräsentation seiner Macht orientierte Anlage der Kirche
nicht verwirklichen. So kam der Bau ins Stocken und wurde mit der Stiftung
eines Nonnenklosters verbunden. Danach wurde der Bau notdürftig
abgerundet. Erst am Beginn des 14. Jahrhunderts wurde dann mit der Vollendung
des Langhauses begonnen und der Westturm aufgebracht. Weitere Arbeiten
an der Kirche folgten.
Die
Kirche verfügt über so viele interessante Details in ihrer Bau-
und Restaurierungsgeschichte, daß es sich lohnt, sich einer fachkundigen
Führung anzuschlie•en. Empfehlenswert ist es auch, ein Konzert
in der Marienkirche zu besuchen.
Unmittelbar an der Kirche befinden sich die Gebäude des einstigen
Klosters. Dort wurden umfangreiche Baumaßnahmen durch geführten.Das
Stadtmuseum bekamm neue Räume im Kloster .Seit seiner Entstehung
hatte dieses Museum die Ambition mehr zu sein als ein reines Stadtmuseum.
Daher wird hier im Rahmen der noch bescheidenen Möglichkeiten auch
über die Geschichte des Fürstentums Rügen informiert. Das
bis zum Aussterben des einheimischen Fürstenhauses im Jahr 1325 nicht
nur die Insel Rûgen umfaßte. Von 1168 bis 1325 gehörte Rügen
übrigens als Fürstentum zum Königreich Dänemark. Wenn
Du in der Marienkirche bist, dann solltest Du auch die Mühe
nicht scheuen, um ihren Turm zu erreichen. Von hier hast Du den
Blick auf eine Kleinstadt, deren Straßen und Gassen sowie Geschäften
und gastronomischen Einrichtungen zu einem Bummel einladen.
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