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Hof
Kracht am Goorer Berg bei Kap Arkona e-mail: von.groote Internet: Hof-Kracht |
Ruhig
direkt am Ufer Familie von Groote Brandberg 6 28790 Schwanewede Tel. 04209/919180 Fax 04209/919182 |
Schon
seit einigen Jahren finden am Kap Arkona internationale Bildhauer-Werkstätten
statt.
Dabei entstand auch der rechts zu sehende Svantevit.
Ein Holzgötze gleichen Namens befand sich in heidnischer Zeit in
der Burg am Kap Arkona. In der durch Uferabtrag immer kleiner werdenden
Burganlage sind schein seit Jahren Archäologen am Werk.
Trotz aller Forschungen gibt es weiterhin ungeklärte Fragen
zur Geschichte der Burg am Kap. Manche von ihnen wird vielleicht auch
für immer keine eindeutige Klärung erfahren.
Der Reigen der ungeklärten Probleme beginnt bereits bei der Frage
danach, wann die Dänen die Slawenburg am Kap Arkona eroberten,
dem heidnischen Götzenkult ein Ende bereiteten und das Christentum
einführten.
Das Eroberungsdatum der Burg könnte sich im Juni des Jahres
1168 befinden, aber einen eindeutigen Beweis dafür gibt es nicht.
So ist vor allem in dänischen Büchern immer wieder auch die
Jahreszahl 1169 im Zusammenhang mit der Eroberung Kap Arkonas zu finden.
Fakt ist: Bis zu diesem Zeitpunkt, also 1168 oder 1169, verehrten die
heidnischen Slawen in der Burg von Kap Arkona ihren hölzernen
Götzen Svantevit.
Er besaß nicht nur ein Horn, das jährlich mit Met gefüllt
wurde, um aus dem Verhalten der Flüssigkeit die Erträge des
nächsten Jahres zu erkennen, wie eine historische Schrift aus
jenem Jahrhundert berichtet.
Svantevit sei zugleich auch ein Gott des Krieges gewesen
mit einem Schwert von ansehnlicher Größe; Schneide und Griff
waren nicht nur von kunstvoll getriebener Arbeit, sondern zeigten auch
äußerlich den schönen Glanz des Silbers.
Wenn sich die kultischen Handlungen ihrem Ende neigten, stellte
sich der Priester, als ob er dem Götzen zutrinke hin und erbat fûr
sich und sein Vaterland alles Gute und fûr seine Landsleute Zunahme an
Reichtum und Siegen.
Svantevit, so berichtet eine weitere der historischen Quellen, habe
unter allen Gottheiten der Slawen einen Vorrang erlangt, da man ihm
glänzende Siege und wirksame Orakelsprûche zuschrieb.
Aber dennoch mußten die Heiden auf Kap Arkona nach der Kapitulation
vor den dänischen Truppen zusehen, wie ihr Götze in der
Burg mit Beilen zu Fall gebracht und dann in das Lager der Dänen
geschleift wurde.
Dort erlebten sie wie ihr von Vätern und Vorvätern überkommener
Götze, den sie selbst aufs höchste zu feiern pflegten, zum Kochen
der Mahlzeiten ihrer Feinde verwendet wurde.
Ist es ein Wunder, daß die heidnische Bevölkerung von Rügen
nach solchen Erlebnissen die Christianisierungsrituale widertandslos
über sich ergehen ließ?! Für das Fürstentum Rügen
begann mit der Christianisierung eine Zeit der Zugehörigkeit zum
Königreich Dänemark, die 1325 endete.

Weiteres
zur Halbinsel Wittow
findest Du unter den Namen
Kap Arkona und Fischerort
Vitt,
Altenkirchen, Breege
- Juliusruh, Dranske, Putgarten,
Wiek und Schaabe.
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