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Urlaub an der Ostsee auf der Insel Rügen Wer am Königsstuhl weilt, sollte unbedingt auch einen
Spaziergang zum nicht weit entfernten Herthasee mit der Herthaburg machen.
Eine Beschreibung von Paul Schneider aus dem Jahr 1920 widerspiegelt
in besonders treffender Weise das Besondere dieses Ortes: "Tief
zwischen Hügeln eingebettet liegt die kleine Fläche des Sees
mit dem dunklenWasser, von dem sich die weißen Teichrosen und
die gelben Mummeln leuchtend abheben. Ringsum zieht ein Kranz dunkelschattenden
Buchenwaldes, und dicht am Ufer steigt der mächtige Wall der Herthaburg
empor. Es ist ein Ort der Stille und Feierlichkeit, voll Einsamkeit
und Größe." Die Slawen wanderten im 6. Jahrhundert nach Rügen
ein und wurden im 12. Jahrundert christianisiert (Siehe auch: Götzenkult
am Kap Arkona).Im Bereich der Herthaburg konnte bislang aber
nur vom 9. bis zum 12.Jahrhundert eine Besiedlung nachgewiesen werden.
Noch auf einer Karte von 1608 hatte die Herthaburg einfach den Namen
"Borgwal". Beeindruckt von der Burg und ihrer Umgebung verlegte
danach der Holländer Philipp Klüver die bei Tacitus erwähnte
Opferstätte für die germanische Gottheit Nerthus an diese
Stelle. Aus Nerthus wurde durch pommersche Geschichtsschreiber der Name
Hertha. Seit dem Anfang des 19. Jahrhunderts wurden die Namen Herthasee
und Herthaburg durch die Volksdichtung und die Reiseliteratur immer
mehr verbreitet. In diesem Zusammenhang fand auch die Herthasage als
sogenannte Volkssage Verbreitung. Zum später für die Touristen
gepflegten Herthakult gehört auch der sogenannte Opferstein mit
der angeblichen Blutschale und der Sagenstein mit den "Fußeindrücken
eines Erwachsenen, eines Kindes und eines Hasen". Weitere Infos auf folgenden Seiten: Nationalpark vorpommerische Boddenlandschaft
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