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Insel Hiddensee - Kloster |
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Das Dorf mit dem verschwundenen Kloster
Das Dorf Kloster liegt im nördlichen Hiddensee und erstreckt sich
am Fuße des Dornbusch vom Boddenufer mit seinem Hafen bis zur Ostsee.
Der Ortsname erinnert an das einstige Kloster. Hier einige Daten zu dessen
Geschichte. 1296: Rügenfürst Wizlaw II. und seine Söhne
schenken dem Kloster Neuenkamp (später bekam der Ort den Namen Franzburg)
die Insel "Hyddense". Daraufhin genehmigt der Bischof von Roeskilde dem
Kloster Neuenkamp eine Tochtergründung auf Hiddensee. 1298: Einzug
eines Konvents auf Hiddensee. 1534: Säkularisierung des Klosters.
Der Klosterhof, zu dem damals das gesamte Land auf Hiddensee gehörte,
wird in ein fürstliches Kammergut verwandelt. Seit 1570 allmählicher
Verfall der Klostergebäude und fast vollständige Zerstörung
im 30-jährigen Krieg des 17. Jahrhunderts. Mehr zur Geschichte von
Hiddensee ist u.a. im Heimatmuseum zu erfahren.
Heimatmuseum 
Das Museum wurde am Ostseestrand von Kloster in der 1888 entstandenen
Seenotstation eingerichtet. Hier kann man erfahren, wie Hiddensee als
Insel entstand und sich veränderte. Flora und Fauna der Insel werden
anschaulich dargestellt. Gleiches gilt für die Lebensweise der Hiddenseer.
Dem Thema Sturmflut wird dabei eine besondere Bedeutung beigemessen und
natürlich wird in diesem Zusammenhang nicht vergessen, vom Hiddenseer
Goldschmuck zu erzählen. Das Original des wertvollen Schmuckes befindet
sich allerdings nicht auf Hiddensee, sondern in Stralsund. Weiteres auf
der Sonderseite: Hiddenseer Goldschmuck.
Gerhart-Hauptmann-Haus 
Der 1862 geborene Dichter Gerhart Hauptmann weilte im Jahr 1885 erstmals
auf Hiddensee. Dem folgten später regelmäßige Besuche
auf der Insel. Im Haus Seedorn, das als Gerhart-Hauptmann-Haus heute öffentlich
zugänglich ist, lebte der Dichter in den Sommermonaten von 1926 bis
1943. Die Ausstellungen im Haus informieren über sein Leben und sein
Werk. Das Besondere besteht darin, dass sie sich in dem einzigen noch
im Original erhaltenen Wohnhaus des großen Dichters befinden. Arbeits-
und Schlafzimmer sowie weitere Räume vermitteln einen Einblick in
seine Lebensweise. Das gilt auch für seinen zu besichtigenden Weinkeller.
Hier kann man übrigens die Weine probieren,die der Dichter bevorzugte.
Nicht zuletzt gibt es im Gerhart-Hauptmann-Haus ein vorzügliches
Angebot an Literatur des Dichters. Gestorben ist er in Agnetendorf in
Schlesien. Er wurde jedoch nach Hiddensee überführt und hier
am 28. Juli 1946 auf dem Inselfriedhof bestattet.
Inselkirche und Friedhof
Die sehenswerte Inselkirche in Kloster ist von früh bis spät
geöffnet. Auffällig ist die freundlich helle Atmosphäre
der Kirche. In ihr dominieren die Farben weiß und blau. In diesem
ganz besonderen Flair eines pfeilerlosen kirchlichen Innenraumes wirken
auch sichtbare Vergoldungen nicht prunkvoll hervorstechend, sondern bescheiden
und
freundlich. Es ist allein schon ein farblicher Genuß für das
Auge, auf den Kanzelaltar und viele weitere Details der Innenausstattung
der Kirche zu schauen. Von der Küstenlage Hiddensees und der besonderen
Bedeutung des Meeres für seine Bewohner kündet das Votivschiff
in der Kirche. Umgeben ist sie von jahrhunderte alten Grabsteinen und
solchen mit Namen von Berühmtheiten des 20. Jahrhunderts. So kann
man unter anderem das Grab des goßen Deutschen Dichters Gerhart
Hauptmann finden, der hier am 28. Juli 1946 bestattet wurde. Bekannt ist
auch die berühmte Tänzerin Grete Palucca, die 1993 ihre letzte
Ruhestätte auf Hiddensee fand. Weniger bekannt ist vielleicht der
Berliner Maler und Bildhauer Oskar Kruse. Er ließ die berühmte
Lietzenburg in Kloster erbauen. Auch er fand auf dem kleinen Hiddenseer
Inselfriedhof seine letzte Ruhestätte. Ein übermannsgroßer
Findling erinnert hier an ihn.
Kulturelle Angebote
Genannt wurden bereits die Ausstellungen im Heimatmuseum und Hauptmann-Haus. In letzterem finden immer wieder an den Abenden auch hochkarätige Veranstaltungen statt. Profilierte Schriftsteller, Musiker und Schauspieler sind dann zu erleben. Interessante Ausstellungen und Veranstaltungen gibt es aber auch andernorts in Kloster. So sei der Besuch der Inselkirche empfohlen. Achten Sie hier auf die Aushänge mit den jeweils aktuellen Veranstaltungsangeboten. Empfehlenswert ist auch die Insel-Galerie mit ihren wechselnden Ausstellungen.
© Fotos: Stefan Sauer / © Text: Wolfgang Urban
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